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Berlin, 20. November 2008 15:06 Uhr
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Gegründet wurde die TIERSCHUTZLIGA IN DEUTSCHLAND e.V. im Januar 1993.
Der Gründung vorausgegangen war die Überlegung bzw. Die Feststellung der Gründervereine, die
zum damaligen Zeitpunkt alle bereits seit vielen Jahren intensive Tierschutzarbeit leisteten,
dass ein einzelner Verein schnell einmal vor Probleme gestellt wird, die er allein überhaupt
nicht bewältigen kann.
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Gemeinsamkeit macht stark |
Unter diesem Motto beschlossen die Gründervereine in Zukunft zusammenzuarbeiten und an die
Lösung der zahlreichen Tierschutzprobleme gemeinsam heranzugehen. Im Gegensatz zu vielen
anderen Vereinen, die sich oft eher bekämpfen als Tierschutzarbeit zu leisten, stehen sich
unsere Mitgliedsvereine gegenseitig bei. Es geht uns dabei nicht nur um die sogenannten
Haustiere, sondern um alle Tiere in Not. So findet ein Pferd, ein Schaf oder ein
Hängebauchschwein bei uns genauso Hilfe wie Hunde, Katzen, Vögel usw. Zu den Bewohnern unserer
Tierheime gehören so neben Hunden und Katzen auch Pferde, Ziegen, Schafe und sogar sechszehn
Hängebauchschweine. |
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Wir sind bundesweit tätig |
Zur Erläuterung unserer Arbeit seien hier nur einige Beispiele genannt:
Unsere Vereine in Niederbayern bekommen zum Beispiel viel mehr Fund- und Abgabehunde herein,
als die Vereine in anderen Orten. Niederbayern ist sozusagen die Hochburg der Hundezucht in
Deutschland. Leider lassen sich in einem solchen Gebiet Hunde dann auch nur schwer vermitteln.
Einige unserer Partnervereine wiederum sind in der glücklichen Lage, Hunde gut vermitteln zu
können. Da versteht es sich dann von selbst, dass Tiere, die in Niederbayern nur schwer
vermittelbar sind und deshalb oftmals lange im Tierheim leben müßten, anderorts schnell an
tierliebe Menschen zu vermitteln. Und weil unsere Partner vor Ort ständig präsent sind,
bleiben die Tiere auch unter unserer Kontrolle und es ist sichergestellt, dass die Hunde in
guten Händen sind. |
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Problemtier Katze |
Ein großes Problem für alle Tierschutzvereine stellen die vielen frei lebenden Katzen dar.
Sie fristen ihr Dasein mehr schlecht als recht in alten, stillgelegten Fabriken, auf
Bauernhöfen, in Kleingartenkolonien, manchmal auch auf Großparkplätzen, auf oder um
Sportstätten, in Feriensiedlungen und nicht zuletzt sogar mitten in Großstädten. Die Tiere
sind weder ausreichend mit Futter versorgt noch werden sie tierärztlich betreut. Sie sind in
der Regel auch unkastriert, so dass sie sich schnell vermehren.
Daraus folgt, dass die Tiere unter Krankheiten als Folge der Unterernährung leiden. Meist sind
sie irgendwann den Anwohnern lästig und meist heißt es, die Katzen müssen verschwinden.
Städte lösen das Problem damit, dass der Auftrag erteilt wird, die Tiere zu töten.
Unsere Vereine versuchen, den Tieren zu helfen, damit sie nicht sterben müssen.
Hier nur zwei Einsätze als Beispiele für die Arbeit der
TIERSCHUTZLIGA IN DEUTSCHLAND e.V. |
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...an der Ostsee |
Am Ende der Urlaubssaison 1994 stellte die Stadtverwaltung am Weißenhäuser
Strand an der Ostsee fest, dass in den Dünen Hunderte verwilderte Katzen leben,
die sich unkontrolliert vermehrten. Während des Sommers hatten Urlauber die Tiere gefüttert
und versorgt. Am Ende der Saison aber empfand die Kurverwaltung die Tiere als störend. Diese
Feststellung wäre fast das Todesurteil für die Katzen gewesen. Sie sollten von Jägern
erschossen werden. Der Auftrag war auch schon erteilt, als unser Partnerverein,
die MOBILE TIERRETTUNG e.V. von dem Fall hörte.
Sofort wurde mit der Stadtverwaltung Kontakt aufgenommen, um die Abschußaktion zu stoppen und
um Hilfe anzubieten, damit die Tiere am Leben bleiben konnten. Und so wurde sofort ein Team
zusammengestellt, dass an die Ostsee fuhr und Hilfe leistete. Über eine Woche lang wurden
täglich Katzen eingefangen und kastriert. Zahme Tiere, die sich anfassen ließen, konnten
direkt vor Ort vermittelt werden. Die anderen, die scheuen Katzen wurden auf die Gnadenhöfe
und Tierheime unserer Partnervereine verteilt. Dort können die Tiere in Ruhe, versorgt und
sicher vor Nachstellungen, weiterleben. |
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....in Berlin und Brandenburg |
Unsere Partnervereine, die
AKB - AKTIONSGEMEINSCHAFT KATZENHILFE BERLIN e.V. und der
TIERSCHUTZVEREIN SPREMBERG, widmen sich der
Aufgabe, das Los der verwilderten Katzen zu verbessern, sie einzufangen und zu kastrieren.
Zahme Katzen werden vermittelt. Wo immer es möglich war, wurden die Katzen an ihrem
angestammten Platz wieder in Freiheit entlassen. Allerdings nur dort, wo sichergestellt war,
dass sie an Ort und Stelle versorgt und betreut werden.
Meist war das aber nicht möglich, weil an den Stellen gebaut wurde oder weil Anwohner
die Tiere nicht duldeten. In solchen Fällen mussten die Tiere dann in unseren
Gnadenhöfen untergebracht werden. So hat, zum Beispiel, unser Verein
ABANDONNER e.V. die
Möglichkeit, die Tiere als so genannten Freigänger auf dem Tierheimgelände laufenzulassen.
Sie werden gefüttert und überwacht, leben aber im großen und ganzen frei, so wie sie es
gewohnt sind. Beide Vereine, der Tierschutzververein Spremberg und die AKB Katzenhilfe,
werden zu fast 100% von der TIERSCHUTZLIGA IN
DEUTSCHLAND e.V. finanziert. Ohne unsere Unterstützung könnten die Vereine längst
nicht mehr arbeiten und ihren Aufgaben gerecht werden.
Leider wird es wohl noch lange dauern, bis sich die Situation für die frei lebenden,
verwilderten Katzen soweit geändert hat, dass wir sagen können, die Lage habe sich gebessert.
Für die nächsten Jahre jedoch müssen wir uns alle in Sachen “Freilebende Katzen” noch auf viel
Arbeit und Einsatz einrichten.
Aber auch andere Aufgaben hat unsere Organisation zu bewältigen. So konnten wir anderen,
kleineren Vereinen helfen, ihre Tierschutzarbeit überhaupt erst aufzubauen bzw.
weiterzuführen. |
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Tierschutzfragen in den neuen Bundesländern |
Seit der Wende gab es überall in den neuen Bundesländern große Probleme im
Tierschutzbereich. Da sind zum einen die vielen verwilderten Katzen. Zum anderen verschärft
sich die Situation von Tag zu Tag noch durch die wirtschaftliche Lage der Bürger. Bedingt durch
die hohe Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern sind viele Tierhalter in finanzielle Not
gekommen und so werden mehr und mehr Tiere in Tierheimen abgegeben, weil ihre Besitzer nicht
das Geld haben, die Tiere zu versorgen.
Um die Situation zu verstehen, muß man die besondere Situation des Tierschutzes im Osten
Deutschlands berücksichtigen. Nach dem Willen der Staatsführung in der DDR, gab es kein
Tierschutzgesetz und überhaupt keine Tierschutzvereine, weil das angeblich überhaupt nicht
nötig war (im Sozialismus hatte der Mensch laut der Ideologie grundsätzlich gut zu sein). Zum
anderen war nach DDR - Recht das Kastrieren von Haustieren überhaupt verboten. Heutzutage
gibt es kaum noch Unterschiede im Tierschutz zwischen Ost und West. Alle haben die gleichen
Probleme, kämpfen um finanzielle Mittel, um Anerkennung und Unterstützung aus der Öffentlichkeit.
Vor allem aber um die Tiere. Jedes einzelne vermittelte Tier der vielen Tausenden von Schützlingen,
für das ein liebevolles, neues und dauerhaftes Zuhause gefunden wird, ist ein großer Erfolg und der
Beweis, dass sich das Engagement gelohnt hat und weiter lohnt...
Angesichts dieser Tatsache ist es nötig, in den neuen Bundesländern Tierheime und
Gnadenhöfe zu errichten, denn an Unterbringungsmöglichkeiten für Abgabe von Haus- und
Fundtiere mangelt es ganz besonders. Unsere Organisation bzw. unsere Partnervereine sind hier schon
einen ganz schönen Schritt weitergekommen.

Im März 1995 kaufte unser Mitgliedsverein
TIERE IN NOT e.V., Dachau, in Ahlum, einem Ort in
der Nähe von Salzwedel gelegen, einen ehemaligen Bauernhof, der zu einem Tierheim mit Gnadenhof
ausgebaut wurde. In Zusammenarbeit mit dem ALLGEMEINEN
TIERHILFSDIENST e.V., dem die Leitung des Tierheims obliegt, wird seit November 1995
das Anwesen auch als solches genutzt. Auch wenn der Ausbau noch nicht ganz beendet ist, es gibt
immer wieder etwas zu tun. Heute leben auf dem Hof durchschnittlich 100 Tiere.
Im Februar 1996 konnte die
TIERSCHUTZLIGA IN DEUTSCHLAND e.V. in der Nähe von Cottbus eine ehemalige
Raketenabschussbasis der NVA ankaufen. Auf dem 110.000 qm großen Gelände entstand langsam
das, zumindest flächenmäßig, größte Tierheim in Deutschland. Insgesamt vierundzwanzig
vorhandene ehemalige Kasernengebäude werden nach und nach umgebaut und für Tiere nutzbar
gemacht. Heute leben etliche Hunde und Katzen sowie diverse Kleintiere auf dem Gelände.
Die Bauarbeiten dauern immer noch an. Dieses Vorhaben ist so gewaltig, dass wir damit rechnen,
die nächsten Jahre hier alle Kräfte einsetzen zu müssen und einen großen Teil unserer
finanziellen Mittel auf dieses Objekt konzentriert sind. |
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Unterstützung, die wir erhalten |
Im Sommer 2000 stellte unserem Partnerverein
ALLGEMEINER TIERHILFSDIENST e.V. eine Stuttgarter Tierfreundin ein großes Haus im
Schwarzwald als Tierheim zur Verfügung. Dank der großzügigen Spenderin, die sich noch an den
Aus- und Umbaukosten beteiligte, entstand in Horb-Untertalheim eine schöne Anlage für Hunde
und Katzen.
Der Betrieb im Tierheim lief bereits vor der offiziellen und festlichen Eröffnung
im März 2001. Die Großzügigkeit der Stuttgarter Tierfreundin, Renate Lang, erreichte im April 2003 ihren
vorläufigen Höhepunkt, als sie das Gebäude, notariell beglaubigt, an unsere Organisation
überschrieb. Liebevoll werden hier ca. 50 Tiere von den Mitarbeitern umsorgt. |
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Politiker zum Handeln zwingen |
Auch wenn der Hauptschwerpunkt unserer Arbeit im so genannten “Karitativen Tierschutz” liegt,
schließt das jedoch nicht aus, dass wir auch ab und zu bei politischen Tierschutzaktionen
mitwirken.
So haben unsere Vereine Unterschriften gegen Tierversuche und gegen die langen Transportzeiten
für Schlachttiere gesammelt. Dem Bundeswirtschaftsminister konnten dann auch über 600 000
Unterschriften übergeben werden.
In einer großen Aktion haben wir Unterschriftskarten an die Bevölkerung verteilt. Mit diesen
Karten, gerichtet an die EU -Kommissionen in Brüssel und Paris, wird gegen die Bestrebungen
der EU protestiert, die Zulassung von Alternativmethoden als Ersatz für Tierversuche zu
verweigern und neue unverhältnismäßige Auflagen nachzuschieben. Die Kartenaktion war sehr
erfolgreich, über 10 000 Karten wurden in ganz kurzer Zeit verteilt und an die EU geschickt.
Im Sommer 2000 lief eine Unterschriftenaktion gegen das grausame Töten von Windhunden in
Spanien, wenn ihre “Karriere” als Rennhund beendet ist.
Auch in Zukunft werden wir die Politiker auf Misstände aufmerksam machen, damit das Leben Vorrang vor
Prifitinteressen hat. |
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letzte Anmerkung |
Bleibt noch zu sagen, dass es für unsere Vereine selbstverständlich ist,
für Tiere in Not jederzeit dazusein. Unsere Einsatzzentrale ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar und kann in kürzester Zeit, auch nachts oder am
Wochenende, ein Einsatzfahrzeug losschicken, um ein verletztes Tier zu bergen, einer
Tierquälerei nachzugehen, ein Fundtier abzuholen oder ein streuendes Tier einzufangen.
Für die Zukunft haben wir uns vorgenommen, alle an uns herangetragenen Tierschutzprobleme
zu lösen, bzw. zu einer Lösung beizutragen. Dabei werden wir, wie auch bisher,
keinen Unterschied machen, ob ein Tier in Bayern, in Brandenburg oder in Hessen in Not
kommt - wir werden helfen - ohne Ansehen des Tieres, des Ortes oder des Zeitpunktes, zu dem
Tierleid gelindert werden muß.
Berlin im August 2008 |
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gesamt: |
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derzeit: online |
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06. November 2008 |
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06.03.2006
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Fragen zur Vogelgrippe
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In den letzten Tagen sind sehr viele Fragen zum Thema Vogelgrippe an uns herangetragen worden. Wir geben Antworten und Hinweise,
wo Sie weitere Antworten auf Ihre Fragen finden.
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09.02.2006
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Tierschutz im Urlaub
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Im tunesischen Djerba bereiten den Tierschützern die dort lebenden Hunde großes Kopfzerbrechen. Deshalb werden Tierfreunde gesucht, die bereit sind, während Ihres Urlaubs auf Djerba uns in unserer Tierschutzarbeit zu unterstützen.
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09.02.2006
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Robbenschlachten
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Jahr für Jahr müssen die Menschen die grausamen Bilder der Robbenmorde ertragen. Ein Bericht in Deutschlands größter Tageszeitung im letzten Jahr zeigte, dass der Mensch doch immer "einfallsreicher“ wird, wenn es darum geht, Kasse zu machen.
Protestieren auch Sie bei der Norwegischen Botschaft, gegen diese Art von Tourismus !
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